Ratgeber Mikrokredit

Der Ratgeber Mikrokredit bietet Ihnen eine Übersicht an relevanten Begriffen aus der (Mikro-)Finanzierung. Klicken Sie einfach auf den jeweiligen Buchstaben und Sie finden die entsprechenden Informationen alphabetisch aufgelistet.

Lexikon

A - Ablösewert
1. Der Ablösewert ist der Wert, den ein Leasinggegenstand am Ende der Leasingdauer hat. Er wird im Leasingvertrag festgesetzt. Der Leasingnehmer kann nach Ablauf des Leasings den Gegenstand zu diesem Wert kaufen, also ablösen.2. Der Ablösewert ist auch der Buchwert eines Gegenstandes während der Vertragslaufzeit eines Kredites oder Leasings.
A - Ablösung
Die Ablösung ist die Tilgung eines Kredits durch Aufnahme eines neuen und meist günstigeren Kredits. Dieser Vorgang ist auch unter dem Begriff der Umschuldung bekannt.
A - Abmahnung
Die Abmahnung ist ein Schreiben, das bei Verstoß von Vertragsbestimmungen versendet wird. Sie weist auf die jeweilige Vertragsmissachtung hin und fordert das Einhalten der vereinbarten Konditionen. Dies ist beispielsweise bei fehlender Zahlung der Zinsen oder Raten der Fall.
A - Abnahmeverpflichtung
Der Darlehensnehmer verpflichtet sich im Kreditvertrag innerhalb einer bestimmten Frist den Darlehensbetrag von dem Kreditgeber abzunehmen. Dies ist die Abnahmepflicht.
A - Abschreibung
Mit Hilfe der Abschreibung wird die planmäßige oder außerplanmäßige Wertminderung von abnutzbaren Gegenständen des Umlauf- und Anlagevermögens erfasst. Der Begriff der Abschreibung ist auch unter AfA (Absetzung für Abnutzung) bekannt. Eine häufig angewandte Methode ist dabei die lineare Abschreibung, bei der über die Nutzungsdauer des Gegenstands ein gleichbleibender Abschreibungsbetrag Jahr für Jahr angesetzt wird.
A - Abtretung
Die Abtretung ist ein schuldrechtlicher Vertrag. Dabei überträgt der Gläubiger (Zedent) seine Forderung auf den Vertragspartner (Zessionar), der somit neuer Gläubiger dieser Forderung wird (siehe § 398 BGB). Folglich können auch Rechte aus einem Kredit, wie der Anspruch auf Rückzahlung des Darlehensbetrags, auf einen neuen Gläubiger übertragen werden. Eine Zustimmung durch den Schuldner ist im Grundfall nicht erforderlich.
A - Allgemeine Darlehensbedingungen
Allgemeine Darlehensbedingungen sind Vertragsbestimmungen, die bereits vor Abschluss des Darlehensvertrages feststehen. Sie regeln die Rechtsbeziehung zwischen Darlehensnehmer und Darlehensgeber.
A - Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Gemäß § 305 BGB sind Allgemeine Geschäftsbedingungen alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrags stellt. Sie werden nur wirksam, wenn der Verwender der anderen Vertragspartei ausdrücklich oder durch deutlich sichtbaren Aushang vor Ort auf die AGB hinweist. Zusätzlich muss die andere Vertragspartei mit der Geltung einverstanden sein.
A - Allzweckkredit
Bei einem Allzweckkredit steht der Verwendungszweck der Kreditsumme nicht fest. Der Vorteil für den Kreditnehmer ist, dass er als Barzahler auftreten kann, bsp. bei Autokäufen oder größeren Einkäufen.
A - Amortisation
1. Amortisation bezeichnet die Tilgung eines Kredites nach einem bereits im Voraus festgelegten Tilgungsplan. Dies kann zum Beispiel in gleichbleibenden Raten oder aber auch gleichen Annuitäten stattfinden.2. Prozess bei dem die für eine Investition angefallenen Kosten von Einzahlungen, die durch die Investition generiert werden konnten, gedeckt werden.
A - Amtlicher Lageplan
Im amtlichen Lageplan werden alle Daten eines Grundstücks gesammelt. Es wird von den Katasterämtern (Liegenschaftsämtern) geführt.
A - Andienungsrecht
Nach Ablauf des Leasingvertrages kann der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Leasingobjekt zum Ablösewert andienen. Er ist aber nicht dazu verpflichtet, dem Leasingnehmer das Objekt zu verkaufen. Er kann, solange zuvor nichts anderes vereinbart wurde, das Objekt frei nach seinen Vorstellungen verwerten. Der Leasingnehmer hat aber die Pflicht zum Kauf des Leasingobjektes, sobald ihm das Objekt von dem Leasinggeber angedient wird.
A - Anfänglicher effektiver Jahreszins
Für die Kreditvergabe verlangt der Kreditgeber Zinse. Dabei handelt es sich um den nominellen Zinssatz, der sich auf die Kreditsumme bezieht. Neben den Zinszahlungen fallen meist aber auch andere Kosten an, wie beispielsweise die Abschluss- oder Bearbeitungsgebühren. Den Zinssatz für die gesamten Kosten, also Nominalzins und weitere Kosten nennt man effektiven Zins. Es handelt sich um einen anfänglich effektiven Jahreszins, wenn sich der Nominalzins während der Kreditlaufzeit ändern kann.
A - Anlagevermögen
Das Anlagevermögen umfasst alle im Betrieb langfristig angelegten Wirtschaftsgüter. Sie werden in der Bilanz auf der Aktivseite gebucht. Unter die auf lange Dauer genutzten Güter fallen beispielsweise Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Fuhrpark.
A - Annuität
Annuität ist eine regelmäßige Zahlung. Diese setzt sich aus Zins und Tilgung eines Darlehens zusammen.
A - Annuitätendarlehen / Annuitätenkredit
Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen, bei dem der Kreditnehmer konstante Kreditraten (Annuität) zurückzahlt. Die Höhe des Rückzahlungsbetrages, ist im Gegensatz zu einem Tilgungsdarlehen, über die gesamte Laufzeit gleich (bei einer über die gesamte Laufzeit vereinbarten Zinsbindungsfrist). Mit jedem Rate wird ein Teil der Schuld getilgt, sodass sich der Zins- zugunsten des Tilgungsanteils verringert.
A - Anschaffungsdarlehen/ Anschaffungskredit
Mit Hilfe der Abschreibung wird die planmäßige oder außerplanmäßige Wertminderung von abnutzbaren Gegenständen des Umlauf- und Anlagevermögens erfasst. Der Begriff der Abschreibung ist auch unter AfA (Absetzung für Abnutzung) bekannt. Eine häufig angewandte Methode ist dabei die lineare Abschreibung, bei der über die Nutzungsdauer des Gegenstands ein gleichbleibender Abschreibungsbetrag Jahr für Jahr angesetzt wird.
A - Anschaffungskosten
Bei dem Erwerb von Wirtschaftsgütern fallen neben dem Kaufpreis auch weitere Kosten an. Zu den sog. Nebenkosten zählen Notarkosten, Gutachterkosten, Kosten für die Grundbucheintragung, Grunderwerbssteuer, Provisionen, Montagekosten und weitere mit dem Kauf verbundene Kosten. Die Gesamtkosten der Beschaffung und Bereitstellung zur Nutzung des Gutes nennt man Anschaffungskosten. Je nach Kaufobjekt fallen unterschiedliche Kosten an.
A - Anzahlung
Unter der Anzahlung ist die Teilzahlung einer Gesamtsumme zu verstehen. Sie wird oft als Bedingung für eine Ratenzahlung verlangt. Es handelt sich dabei nicht um die erste Rate. Die Anzahlung wird bereits davor getätigt. Die Anzahlung verringert aber die geschuldete Gesamtsumme, wodurch die Ratenhöhe verringert oder die Laufzeit verkürzt werden kann.
A - Auflassungsvormerkung
Eine Auflassungsvormerkung wird ins Grundbuch eingetragen. Durch sie wird dem Erwerber eines Grundstückes die spätere rechtswirksame Eigentumsübereignung zugesichert.
A - A-Unterlagen
Antragsteller werden auf Basis ihrer wirtschaftlichen Status in verschiedene Kategorien eingeteilt. Je nach Kategorie werden unterschiedliche Kreditanforderungen verlangt. Handelt es sich bei dem Antragsteller um einen Unternehmensgründer, so werden von ihm/ihr die A-Unterlagen eingefordert. Hierunter fallen:
  • Selbstauskunft
  • Risikoanalyse
  • Aktuelle Kontoauszüge (privat) der letzten fünf Wochen
  • Kopie des Personalausweis
  • Lebenslauf (ggf. Referenzen)
  • Schufa-Selbstauskunft, nicht älter als zwei Monate (Antragsformular erhalten Sie von uns)
  • Businessplan
  • Gedanken/ Angaben zum Thema Sicherheiten ((Teil-)Bürgschaft, Sicherheitsübereignung, Sonstiges)
Weitere Unterlagen wären wünschenswert:
  • Grundbuchauszug bei Immobilienvermögen
  • Gewerbeanmeldung, wenn vorhanden
  • Laufende Kredit- und Darlehensverträge, wenn vorhanden (privat und geschäftlich)
A - Ausbildungskredit
Der Ausbildungskredit dient einer Finanzierung einer Ausbildung, Weiterbildung oder eines Hochschulstudiums. Dieser Kredit ist im Grunde unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Eltern und wird meist von Banken gewährt. In der Regel sind sie durch niedrige Zinsen gekennzeichnet. Zusätzlich besteht oft die Möglichkeit die erste Rate erst nach längerer Zeit zurückzuzahlen.
A - Ausfallbürgschaft
Bei der Ausfallbürgschaft muss der Bürge für den Restbetrag des Kredites aufkommen, der nach Zwangsvollstreckung der Betriebsmittel noch offen ist.
A - Auszahlung (Valutierung)
Bei der Auszahlung handelt es sich um den Betrag, der nach Kreditzusage dem Kreditnehmer ausgeschüttet wird. Dabei gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Neben einer Auszahlung der vollen Kreditsumme sind auch Teilauszahlungen möglich.
A - Auszahlungskurs
Wird bei einem Kredit nicht das gesamte Volumen ausbezahlt, so lässt sich die vereinbarte Summe in Form des Auszahlungskurses in Prozent angeben. Der Kurs lässt sich wie folgt berechnen: Tatsächlich ausgezahltes Kreditvolumen/vollständige Kreditsumme*100
A - Auszahlungsvoraussetzung
Für das Ausbezahlen der Kreditsumme muss der Kreditnehmer alle Voraussetzungen erfüllt haben. Diese sind von Kreditgeber zu Kreditgeber unterschiedlich. Auf jeden Fall müssen alle Dokumente und Nachweise vorliegen, die von dem Kreditgeber eingefordert wurden.
A - Außenfinanzierung
Es handelt sich um Außenfinanzierung, wenn sich ein Unternehmen aus externen Quellen finanzielle Mittel beschafft. Hierbei ist es egal, ob das externe Kapital als Fremd- oder Eigenkapital gebucht wird.

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